Damit du dich am HSG-Testtag auf die Aufgaben konzentrieren kannst, empfehlen wir dir, Technik und Organisation vorher getrennt zu prüfen: Funktioniert dein Gerät, ist der Arbeitsplatz ungestört, und weißt du bei einer Störung, wo du Hilfe bekommst? Dafür haben wir bei Zulassungscoach die folgende Checkliste zusammengestellt. Sie ergänzt deine Einladung; die darin enthaltenen Vorgaben bleiben verbindlich.
Die HSG nennt für den Online-Eignungstest ein Notebook oder einen Desktop-PC mit funktionsfähiger Kamera, Mikrofon und Ton. Smartphone und Tablet sind für diesen Test nicht erlaubt. Ein einfacher Taschenrechner ist gestattet, andere Hilfsmittel wie Wörterbücher sind es nicht.
Lege zuerst eine persönliche Informationsmappe an
Sammle die Einladung, technische Hinweise, den vorgesehenen Kontakt bei Problemen und deine eigene organisatorische Checkliste an einem Ort. Speichere Informationen so, dass du sie vor Beginn auch dann wiederfindest, wenn eine einzelne E-Mail nicht sofort sichtbar ist. Während der Prüfung verwendest du nur das, was die tatsächlichen Anweisungen erlauben.
Übertrage Datum, Startzeit, Zeitzone und gegebenenfalls ein Zugangsfenster genau aus den aktuellen Informationen. Verwechsle ein angekündigtes Zeitfenster nicht mit der Bearbeitungsdauer. Falls zwei Angaben voneinander abweichen, kläre den Unterschied vor dem Test, statt selbst eine Uhrzeit herzuleiten.
Eine eigene Übersicht kann drei Zeilen enthalten: „Das muss ich vorher erledigen“, „Das brauche ich am Testtag“ und „Dort frage ich bei Unklarheiten nach“. Ergänze nur konkret belegte Anforderungen. Begriffe wie Identitätsprüfung, Browserfreigabe oder Arbeitsplatzkontrolle gehören nicht automatisch auf jede Liste; maßgeblich sind die tatsächlich erhaltenen Vorgaben.
Technik prüfen, ohne neue Anforderungen zu erfinden
Verwende das Gerät, mit dem du teilnehmen möchtest
Ein Technikcheck an einem anderen Computer beantwortet nicht, ob dein eigenes Gerät geeignet ist. Prüfe deshalb Kamera, Mikrofon, Ton, Stromversorgung und Internetzugang in genau der Umgebung, in der du teilnehmen willst. Wenn ein offizieller Systemcheck bereitgestellt wird, nutze diesen nach der zugehörigen Anleitung.
Schließe das Netzteil an und überprüfe, ob es zuverlässig lädt. Positioniere das Gerät so, dass Anschlüsse nicht unter Spannung stehen und das Kabel nicht versehentlich herausgezogen wird. Diese Handgriffe sind keine HSG-Sonderregel, sondern einfache organisatorische Vorsorge.
Wenn du ein geliehenes oder von Schule beziehungsweise Arbeitgeber verwaltetes Gerät verwendest, kläre rechtzeitig, ob du die benötigten Funktionen überhaupt freigeben kannst. Manchmal lassen sich Kameraeinstellungen oder Softwareänderungen nur mit zusätzlichen Berechtigungen ändern. Verändere ein fremdverwaltetes Gerät nicht ohne die zuständige Freigabe.
Browser und Software nach Einladung auswählen
Aus der Tatsache, dass eine normale Webseite lädt, folgt nicht, dass sämtliche Prüfungsfunktionen funktionieren. Nutze deshalb den Browser und die Versionen, die in deinen technischen Informationen vorgesehen sind.
Führe notwendige Aktualisierungen mit ausreichendem Abstand zum Test durch. Teste anschließend die Funktionen erneut. Eine größere Umstellung unmittelbar vor Beginn kann neue Fragen erzeugen, für deren Klärung keine Zeit bleibt. Prüfe ebenfalls, ob das Gerät automatische Neustarts oder umfangreiche Updates ankündigt, und organisiere diese im Rahmen der erlaubten Systemeinstellungen vorab.
Browsererweiterungen, Sicherheitsprogramme oder besondere Netzwerkeinstellungen können in einzelnen Umgebungen relevant werden. Schalte nicht pauschal Schutzfunktionen aus. Wenn ein Systemcheck ein Problem meldet, verwende den vorgesehenen Supportweg und beschreibe die Meldung möglichst genau.
Verbindung unter realistischen Bedingungen betrachten
Teste den Internetzugang an deinem Arbeitsplatz und möglichst unter ähnlichen Alltagsbedingungen. Eine einmalige Verbindung im Wohnzimmer sagt wenig über einen anderen Raum aus. Wenn du eine kabelgebundene Verbindung nutzen kannst, prüfe sie rechtzeitig. Das ist eine organisatorische Möglichkeit, keine zusätzliche HSG-Pflicht.
Besprich mit anderen Personen im Haushalt, wann du möglichst ungestört arbeiten musst. Eine vereinbarte ruhige Phase kann auch verhindern, dass währenddessen Router oder Stromversorgung verändert werden. Du brauchst dafür keinen komplizierten technischen Plan, sondern eine klare Absprache.
Ein zweiter Zugang oder ein anderes Gerät ist nicht automatisch ein erlaubter Wechsel während der Prüfung. Kläre vorab anhand der Anbieterinformationen, was bei Verbindungsproblemen vorgesehen ist. Beginne nicht auf eigene Faust eine zweite Sitzung, wenn das Verfahren dies nicht ausdrücklich vorsieht.
Den Arbeitsplatz nach den tatsächlichen Regeln vorbereiten
Wähle einen Platz, an dem du voraussichtlich nicht unterbrochen wirst. Prüfe Sitzhöhe, Bildschirmabstand und Beleuchtung in einer kurzen Übungseinheit. Wenn du ständig das Fenster abdunkeln, das Gerät verschieben oder den Stuhl korrigieren musst, erledige diese Anpassungen vor dem Testtag.
Räume nicht benötigte Gegenstände weg. Das schafft Übersicht und erleichtert es dir, die erlaubten Hilfsmittel von anderen Unterlagen zu unterscheiden. Welche Gegenstände während der Prüfung auf dem Tisch liegen dürfen, ergibt sich aus den konkreten Anweisungen. Eine eigene Checkliste sollte diese Angaben übernehmen und keine zusätzlichen Hilfsmittel freigeben.
Für den öffentlich erlaubten einfachen Taschenrechner prüfst du die Funktionsfähigkeit und, falls relevant, Batterie oder Stromversorgung. Ob ein bestimmtes Modell unter diese Kategorie fällt, klärst du bei Unsicherheit mit der zuständigen Stelle. Eine Tabellenkalkulation oder ein Rechner auf einem Mobilgerät ist nicht allein deshalb gleichwertig, weil damit ebenfalls gerechnet werden kann.
Plane den Umgang mit Alltagsunterbrechungen. Informiere Mitbewohner, organisiere soweit möglich Zustellungen und lege private Termine außerhalb des Testfensters. Wenn du gesundheitliche oder andere besondere Anforderungen hast, nutze rechtzeitig den dafür vorgesehenen offiziellen Kontaktweg. Eine spontan selbst festgelegte Abweichung von Teilnahmebedingungen ersetzt keine abgestimmte Regelung.
Der Vorabend: prüfen statt alles neu einrichten
Am Vorabend sollte die grundlegende Technik bereits geklärt sein. Wir empfehlen dir dann nur noch eine kurze Kontrolle: Sie soll offene Punkte sichtbar machen, nicht erstmals das gesamte System einrichten. Unsere Übersicht hilft dir, diese Kontrolle überschaubar zu halten.
| Bereich | Eigene Kontrolle am Vorabend |
|---|---|
| Termin | Datum, Uhrzeit und Zeitzone stimmen mit der aktuellen Einladung überein. |
| Zugang | Du weißt, wo die vorgesehenen Zugangsinformationen liegen. |
| Gerät | Netzteil, Kamera, Mikrofon und Ton wurden geprüft. |
| Software | Notwendige Vorbereitungsschritte sind abgeschlossen. |
| Arbeitsplatz | Platz, Beleuchtung und Ruhe sind organisiert. |
| Hilfsmittel | Du hast die konkreten erlaubten Gegenstände geklärt. |
| Unterstützung | Der offizielle Kontakt bei Problemen ist auffindbar. |
Markiere jede Zeile als erledigt, offen oder nicht relevant. Ein offener Punkt braucht eine konkrete Handlung, etwa eine Nachfrage oder einen erneuten Systemcheck. Vermeide das bloße Abhaken aus dem Gefühl heraus, dass es vermutlich funktionieren wird.
Eine kurze vertraute Aufgabe kann dir helfen, deinen Arbeitsplatz zu erproben. Eine letzte lange Simulation ist dafür nicht erforderlich. Wenn du übst, nutze die Einheit vor allem zur Organisation: Ist die Tabelle auf dem Bildschirm gut lesbar? Liegt der erlaubte Rechner sinnvoll? Kannst du ohne ständiges Umräumen arbeiten?
Am Testtag den vorgesehenen Ablauf einhalten
Beginne deine persönliche Vorbereitung rechtzeitig genug, um dich ohne Eile an den eingerichteten Arbeitsplatz zu setzen. Wie früh du den eigentlichen Prüfungszugang öffnen darfst oder musst, richtet sich nach der Einladung, nicht nach einer pauschalen Zeitreserve.
Lies angezeigte Hinweise aufmerksam. Wenn du aus Übungssoftware eine andere Navigation kennst, übertrage sie nicht ungeprüft. Ob Aufgaben übersprungen, zurückgerufen oder nachträglich verändert werden können, muss aus der echten Umgebung hervorgehen. Eine private Simulation kann diese Eigenschaften nicht verbindlich festlegen.
Halte dich bei Rückfragen, Pausen oder technischen Meldungen an das vorgesehene Verfahren. Verlasse dich nicht auf Ratschläge anderer Teilnehmender aus Chats. Selbst gut gemeinte Hinweise können zu einem anderen Termin, Testabschnitt oder Softwarestand gehören.
Nach Abschluss prüfst du, ob dir die vorgesehenen Abschlussinformationen angezeigt werden. Wenn etwas unklar bleibt, verwende den offiziellen Kontaktweg. Fertige keine Kopien von Prüfungsinhalten an und verbreite keine Aufgaben. Für deine spätere Reflexion reichen allgemeine Beobachtungen zu deinem Arbeitsablauf, soweit deren Notieren zulässig ist.
Wenn Technikprobleme auftreten
Die wichtigste Vorbereitung ist zu wissen, an wen du dich wendest. Notiere bei einer Störung, soweit möglich und erlaubt, die Uhrzeit, die Art des Problems und eine vorhandene Fehlermeldung. Beschreibe, ob beispielsweise die Verbindung unterbrochen wurde oder nur eine bestimmte Funktion nicht reagiert. Das ist hilfreicher als die pauschale Aussage, dass „alles kaputt“ sei.
Führe dann die Schritte aus, die dein Testanbieter für diesen Fall vorgibt. Wiederholtes Neuladen, ein Gerätewechsel oder eine erneute Anmeldung können je nach System unterschiedliche Folgen haben. Deshalb gibt es hier keine allgemeine Reparaturanweisung für eine unbekannte Prüfungsumgebung.
Eine Meldung garantiert weder zusätzliche Bearbeitungszeit noch einen Ersatztermin. Welche Folgen ein konkreter Vorfall hat, entscheidet die zuständige Stelle nach dem anwendbaren Verfahren. Bewahre zulässige Kommunikation dazu auf und frage gezielt nach, welcher weitere Schritt erforderlich ist.
Eine sachliche Problembeschreibung kann beispielsweise lauten: „Beim vorbereitenden Systemcheck wird meine Kamera nicht erkannt. Im normalen Kameraprogramm funktioniert sie. Ich verwende das in der Anleitung genannte Gerät und habe den vorgesehenen Zugriff geprüft. Welchen nächsten Schritt soll ich ausführen?“ Das ist ein frei formuliertes Beispiel für eine Supportanfrage vor dem Test, keine Meldung aus der HSG-Prüfungssoftware.
Wichtig ist die Trennung zwischen Beobachtung und Vermutung. „Das Kamerabild bleibt leer“ beschreibt, was du siehst. „Der Server ist ausgefallen“ behauptet eine Ursache, die du möglicherweise nicht prüfen kannst. Mit einer genauen Beobachtung kann der Support gezielter arbeiten. Teile Zugangsdaten oder Kennwörter dabei nicht in der Nachricht mit.
Nach einem vorbereitenden Technikcheck offen gebliebene Punkte verfolgen
Wenn ein Check ein Problem gezeigt hat, notiere nicht nur die Meldung, sondern auch, welche Änderung vorgenommen wurde und ob der anschließende Test erfolgreich war. Ein funktionierender Einzelversuch und eine dauerhaft geklärte Ursache sind nicht dasselbe. Prüfe besonders die Handlung, die zuvor nicht funktioniert hat, noch einmal in der vorgesehenen Umgebung.
Bewahre eine erhaltene Supportantwort bei deinen Testinformationen auf. Wenn eine weitere Rückfrage nötig wird, kannst du damit den bisherigen Verlauf kurz und verständlich beschreiben, statt die gesamte Fehlersuche erneut zu beginnen.
Online-Test und Video-Interview getrennt vorbereiten
Für das Video-Interview nennt die HSG unter bestimmten Voraussetzungen auch Smartphone oder Tablet als Möglichkeit. Diese Information gehört zum Interview und ändert nicht das Mobilgeräteverbot für den Online-Eignungstest. Prüfe daher für jeden Verfahrensschritt die passende Einladung.
In unserem Interviewleitfaden zeigen wir dir, wie du deine Antworten inhaltlich vorbereitest. Unser Artikel zum Zeitmanagement ergänzt die Organisation deines Arbeitsablaufs unter Zeitdruck. Wenn dir noch digitale Übungsmöglichkeiten fehlen, kannst du unser Testbundle ansehen. Halte dabei Vorbereitung und Teilnahmevorgaben auseinander: Die verbindlichen technischen Anforderungen bleiben die des tatsächlichen Auswahlverfahrens.



