Für die HSG-StartWoche empfehlen wir dir, vor allem die praktischen Voraussetzungen zu klären: Zugang, Unterlagen, Anreise und einen Ort für deine Notizen. Dann kannst du die Einführungswoche nutzen, um das Studienumfeld kennenzulernen und mit anderen neuen Studierenden zusammenzuarbeiten. Mit diesem Leitfaden geben wir dir bei Zulassungscoach eine Organisationshilfe für den Einstieg ins Assessmentjahr. Für 2026 nennt die Universität den Zeitraum vom 7. bis 11. September. Die Teilnahme ist obligatorisch.
Plane deine Anreise und persönlichen Verpflichtungen anhand der Einladung für deinen Jahrgang. Unser Schwerpunkt liegt darauf, die ersten Tage vorzubereiten und die vielen neuen Informationen anschließend in konkrete Aufgaben zu übersetzen. Dein Programm und individuelle Auskünfte der HSG bleiben dafür die maßgeblichen Grundlagen.
StartWoche, Vorlesungsbeginn und Kick-off Days unterscheiden
Die StartWoche liegt vor dem regulären Vorlesungsbeginn und richtet sich an den Einstieg ins Assessmentjahr. Die HSG unterscheidet davon die Kick-off Days für andere Bachelor- und Master-Einstiege. Verwende daher das für deinen eigenen Studienbeginn vorgesehene Programm.
Diese Unterscheidung klingt zunächst klein, hat aber praktische Folgen. Ein Termin aus der falschen Einführungsveranstaltung hilft dir bei der Planung nicht. Prüfe bei jeder Nachricht, welcher Jahrgang, welche Studienstufe und welche Veranstaltung gemeint sind. Halte die tatsächlichen Termine in einem Kalender fest, statt mehrere nicht zugeordnete Screenshots zu sammeln.
Auch ein allgemeiner Semesterkalender und dein persönliches Programm erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Kalender zeigt den größeren Rahmen; die Einladung enthält die für dich vorgesehenen konkreten Schritte. Wenn sich Angaben scheinbar widersprechen, kläre die Zuordnung vor der Anreise.
Was dich inhaltlich erwartet
Die Universität beschreibt eine Verbindung aus interdisziplinärer Fallstudienarbeit, organisatorischen Einführungen und sozialen Kontakten. Dazu gehören Informationen zum Studiensystem, zur IT und zur Bibliothek. Studierende höherer Semester begleiten die Gruppen als Tutorinnen und Tutoren.
Du musst deshalb nicht nur einen Veranstaltungsort finden. Die Woche bietet auch eine erste Gelegenheit, deine Arbeitsweise in einer neuen Umgebung auszuprobieren. Wie notierst du wichtige Informationen? Wie stellst du eine Rückfrage? Wie verständigt sich eine Gruppe darauf, was als Nächstes zu tun ist?
Für die Fallstudienarbeit ist es hilfreich, aufmerksam zuzuhören und unterschiedliche Sichtweisen zunächst zu verstehen. Du musst nicht zu jeder Frage sofort eine fertige Position haben. Eine präzise Rückfrage kann eine Gruppe weiterbringen, gerade wenn mehrere Personen dasselbe Wort unterschiedlich verwenden.
Themen, Räume und Einzeltermine entnimmst du den aktuellen Unterlagen der HSG. Unsere Anregungen sind eine allgemeine Hilfe für die Zusammenarbeit, kein Erfahrungsbericht aus einer eigenen Teilnahme und keine Vorhersage einer konkreten Aufgabe.
Vor der Anreise: Zugang, Unterlagen und Wege prüfen
Lege zuerst fest, wo du Einladung und offizielle Nachrichten liest. Prüfe deine eingerichteten HSG-Zugänge und suche die erhaltenen Hinweise zum Studienbeginn heraus. Wenn etwas noch nicht funktioniert, hast du vor der ersten Veranstaltung mehr Ruhe für eine Klärung als zwischen zwei Programmpunkten.
Für Assessmentstudierende weist die HSG auf die Vorlage des Originalzeugnisses während der StartWoche hin. Prüfe anhand deiner persönlichen Informationen, wann und wo du das Dokument benötigst. Bewahre es geschützt auf und lege es nicht ungesichert zwischen lose Notizen.
Plane deinen Weg zum ersten vorgesehenen Treffpunkt. Prüfe dabei nicht nur die Entfernung, sondern auch, welchen Eingang oder welches Gebäude dein Programm nennt. Wenn du von außerhalb anreist, berücksichtige eine angemessene Reserve für die Orientierung. Diese Reserve ist eine eigene Planungshilfe, keine zusätzliche Vorgabe der Universität.
Überlege außerdem, welche privaten Aufgaben du vorher erledigen kannst. Ein ungeklärter Einzug, fehlende Zugangsdaten oder eine noch offene Zahlungsfrage können während einer vollen Einführungswoche unnötig Aufmerksamkeit beanspruchen. Du musst nicht alles perfekt organisieren; die dringenden offenen Punkte sollten aber sichtbar sein.
Eine praktische Pack- und Organisationsliste
Unsere folgende Liste ist nach dem Zweck der jeweiligen Vorbereitung geordnet. So kannst du prüfen, was du bereits erledigt hast und was noch fehlt. Welche Gegenstände du tatsächlich benötigst, bestimmst du anhand deiner Einladung und deiner persönlichen Situation.
| Gegenstand oder Vorbereitung | Zweck |
|---|---|
| Einladung und Programm zugänglich gespeichert | Termine und Treffpunkte wiederfinden |
| Vorgesehene Originalunterlagen geschützt verpackt | Offizielle Dokumentenprüfung ermöglichen |
| Gerät und passendes Ladegerät, soweit vorgesehen | Digitale Informationen und Arbeitsaufgaben nutzen |
| Schreibmöglichkeit | Fragen, Zuständigkeiten und nächste Schritte festhalten |
| Persönlich benötigte Alltagsgegenstände | Einen längeren Tag ohne vermeidbare Unterbrechungen organisieren |
| Für Wege und Wetter passende Kleidung | Ortswechsel praktisch bewältigen |
| Kalender mit eigenen Verpflichtungen | Neue Termine realistisch einordnen |
Packe möglichst nach Funktionen. Eine große Zahl an Unterlagen hilft wenig, wenn du das benötigte Dokument nicht findest. Eine kleine Mappe mit klarer Ordnung ist übersichtlicher. Digitale Kopien können für deine Organisation nützlich sein; sie ersetzen nicht automatisch ein ausdrücklich verlangtes Original.
Wenn du vor Ort eine Information erhältst, ergänze direkt, was du damit tun musst. „Bibliothek“ ist als Notiz sehr allgemein. „Zugang prüfen und später Anleitung zur Recherche öffnen“ ist eine konkrete Handlung. Diese Gewohnheit kann verhindern, dass wichtige Einführungen nur als lose Stichwörter in deinem Heft bleiben.
In einer neuen Gruppe gut zusammenarbeiten
Zu Beginn kennen sich viele Personen noch nicht. Du kannst Zusammenarbeit erleichtern, indem du deinen Namen deutlich nennst, anderen zuhörst und Absprachen kurz wiederholst. Dafür brauchst du keine besonders auffällige Rolle. Verlässlichkeit und verständliche Beiträge sind im Alltag oft hilfreicher als möglichst viele Wortmeldungen.
Bei einer gemeinsamen Aufgabe klärt ihr zuerst die Frage und das gewünschte Ergebnis. Danach verteilt ihr Arbeitsschritte. Legt fest, wann ihr den Zwischenstand zusammenführt, damit die Einzelteile nicht erst unmittelbar vor Abschluss aufeinandertreffen.
Wenn du eine andere Meinung hast, beschreibe den Punkt möglichst konkret. „Ich sehe bei dieser Annahme noch eine offene Frage“ lässt sich gemeinsam prüfen. „Das ist falsch“ hilft weniger, wenn unklar bleibt, auf welche Annahme du dich beziehst. Gleichzeitig musst du einer Gruppe nicht zustimmen, wenn dir eine Begründung fehlt; frage nach dem Gedankengang.
Nutze Rückmeldungen, um deine Darstellung zu verbessern. Vielleicht war eine Idee sinnvoll, aber zu unklar formuliert. Vielleicht beantwortet sie eine andere Frage als die gestellte. Diese Unterscheidung ist für spätere Seminar- und Gruppenarbeiten ebenso nützlich.
Kontakte aufbauen, ohne einen Wettbewerb daraus zu machen
Die ersten Tage können sehr gesellig wirken. Trotzdem musst du nicht sofort möglichst viele Menschen kennenlernen oder jede freie Minute verplanen. Beginne mit wenigen Gesprächen über konkrete Themen: Anreise, Studieninteressen oder offene organisatorische Fragen.
Ein Kontakt wird im Studienalltag besonders hilfreich, wenn ihr zuverlässig Informationen austauschen könnt. Verabredet beispielsweise, wo ihr eine gemeinsame Notiz zu offenen Fragen führt. Prüft institutionelle Angaben trotzdem an der offiziellen Quelle. Eine Gruppenunterhaltung kann darauf aufmerksam machen, dass eine Frist existiert; sie ersetzt nicht deren Prüfung.
Gib persönliche Daten nur in einem Rahmen weiter, mit dem du dich wohlfühlst. Ein gemeinsamer Lernkontakt braucht keinen Zugriff auf deine Konten oder vertraulichen Unterlagen. Du kannst offen und hilfsbereit sein und gleichzeitig deine eigenen Informationen sorgfältig behandeln.
Abends die wichtigsten Informationen sortieren
Für den Tagesabschluss empfehlen wir dir drei Fragen: Was muss ich erledigen? Was muss ich nur aufbewahren? Was ist noch unklar? Reserviere dafür nach einem vollen Tag einen kurzen Moment. Mit dieser Sortierung bekommen nicht alle neuen Details dieselbe Dringlichkeit, und du erkennst den nächsten notwendigen Schritt.
Übertrage fristgebundene Aufgaben in deinen Kalender. Speichere Anleitungen an einem wiederauffindbaren Ort. Für offene Fragen notierst du die zuständige Stelle oder die Person, die dir den offiziellen Informationsweg nennen kann.
Führe diese Übersicht möglichst kurz. Du musst den ganzen Tag nicht nacherzählen. Eine Liste mit wenigen konkreten Handlungen ist im nächsten Schritt nützlicher als mehrere Seiten unstrukturierter Mitschrift. Wenn du abends erschöpft bist, reicht es zunächst, die dringenden Punkte zu sichern und die restliche Ordnung später abzuschließen.
Für den nächsten Tag kannst du eine einzige offene Frage auswählen, die du sicher klären möchtest. Beispielsweise: Wo findest du das aktuelle Merkblatt zu einer Veranstaltung? Welcher Kanal wird für organisatorische Änderungen verwendet? An wen wendest du dich, wenn eine Kurszuordnung unklar ist? Solche Fragen schaffen Orientierung über die StartWoche hinaus. Notiere nicht nur die Antwort, sondern auch den offiziellen Informationsort, damit du spätere Änderungen selbst überprüfen kannst.
Sonderfälle früh mit der zuständigen Stelle klären
Für Schweizer Militärdienst nennt die HSG eine verkürzte zweitägige StartWoche und bittet um rechtzeitige Kontaktaufnahme. Später einsteigende abverdienende Kader sollen zusätzlich die Militärische Verbindungsstelle informieren.
Übertrage diese Sonderregelung nicht auf andere persönliche Gründe. Wenn du aus einem anderen Anlass nicht teilnehmen kannst oder besondere Unterstützung benötigst, frage die zuständige Stelle nach der für deinen Fall vorgesehenen Lösung. Buche keine eigene verkürzte Teilnahme in der Annahme, dass dies automatisch möglich sei.
Formuliere die Anfrage mit dem betroffenen Zeitraum und deiner konkreten Frage. Bewahre die Antwort auf. Falls noch Unterlagen verlangt werden, notiere, bis wann und über welchen Kanal du sie einreichen sollst.
Die Einführung in die Kurswahl aktiv nutzen
Für das Assessmentjahr 2026 nennt die HSG den 7. bis 10. September als Zeitraum des Biddings und erläutert es während der StartWoche. Halte dafür die tatsächlich vermittelten Schritte fest und prüfe deinen eigenen Bearbeitungsstand. Aus dem bloßen Besuch einer Einführung folgt noch nicht, dass jede erforderliche Eingabe erledigt ist. Für andere Jahrgänge verwendest du die dann veröffentlichten Termine.
Den Übergang in die ersten Vorlesungswochen gestalten
Zum Ende der Einführungsphase solltest du wissen, wo du deine aktuellen Veranstaltungen, Unterlagen und organisatorischen Aufgaben findest. Du musst noch nicht jeden Inhalt beherrschen. Eine verlässliche Informationsordnung ist die Grundlage dafür, dass du dich anschließend stärker auf das Lernen konzentrieren kannst.
Prüfe deine ersten Wochen auf feste Termine und ergänze realistische Zeitfenster für Selbststudium. Plane nicht jede Lücke vollständig zu. Neue Wege, unerwartete Fragen und die Umstellung auf den Studienalltag benötigen ebenfalls Raum.
In unserem Überblick zum Assessmentjahr erklären wir den fachlichen Rahmen. Unsere Artikel zu Compass und Immatrikulation sowie zur Lernorganisation im Semester unterstützen dich bei den nächsten Schritten. Für die StartWoche selbst lautet unsere Empfehlung: Stelle konkrete Fragen, halte verlässliche Informationswege fest und baue erste Arbeitskontakte auf. Das gibt dir eine Grundlage für den Studienalltag, ohne dass du in den ersten Tagen schon alles beherrschen musst.
Mit unseren Ratgebern geben wir dir Orientierung für den Weg von der Bewerbung ins Studium. Unsere Vorbereitungsangebote für den HSG-Zulassungstest richten sich an Bewerbende vor dem Auswahlverfahren; sie sind kein Vorbereitungskurs auf Prüfungen im Assessmentjahr.



