Für ein HSG-Studium empfehlen wir dir bei Zulassungscoach zwei Übersichten: ein Budget für den Gesamtbedarf und einen Zahlungsplan für die tatsächlichen Fälligkeiten. Ein Jahresbetrag allein zeigt weder, wann du das Geld brauchst, noch welche Annahmen dahinterstehen. Wir trennen deshalb Studiengebühren, laufende Lebenshaltung und einmalige Startkosten und rechnen dir die Methode an einer eigenen Budgetvorlage vor. Alle Zahlen werden in Schweizer Franken angegeben; Eurobeträge solltest du erst mit deinem tatsächlichen Umrechnungskurs und möglichen Zahlungsgebühren ergänzen.
Der Quellenstand ist der 3. September 2026. Die offizielle HSG-Kostenseite enthält sowohl ältere Gebührensätze als auch eine ausdrücklich mit „ab Herbstsemester 2026“ bezeichnete Tabelle. Für die zeitliche Einordnung ist diese Überschrift entscheidend.
Welche Studiengebühren ab Herbst 2026 genannt werden
Die HSG veröffentlicht für die Bachelor-Stufe folgende Beträge ab Herbstsemester 2026:
| Gebührenposition | Veröffentlichter Betrag |
|---|---|
| Bachelor, Gebührenkategorie Inländerinnen/Inländer | CHF 1.310,50 je Semester |
| Bachelor, Gebührenkategorie Ausländerinnen/Ausländer | CHF 3.343,50 je Semester |
| Anmelde- und Bearbeitungsgebühr | CHF 268,00 |
Die Angaben stammen aus der ausdrücklich datierten Tabelle auf der offiziellen Kostenseite und betreffen Hochschulgebühren, nicht unsere Angebote. Welche Gebührenkategorie auf dich zutrifft und welcher Betrag tatsächlich fällig ist, klärst du anhand deiner Rechnung beziehungsweise mit der zuständigen HSG-Stelle.
Achte auf den Unterschied zwischen den offiziellen Angaben zum Quellenstand dieses Beitrags: Die allgemeine Bachelor-Zulassungsseite nennt noch eine Anmeldegebühr von CHF 250. Für eine neue Bewerbung solltest du daher den tatsächlich angezeigten Betrag und den einschlägigen Gültigkeitszeitraum kontrollieren. Wir verwenden hier die ausdrücklich für den neuen Zeitraum bezeichnete Kostenübersicht. Vergleichsquelle: Bachelor-Zulassung.
Deine Kategorie nicht allein aus einer Alltagseinschätzung ableiten
Die Gebührenkategorie ist eine administrative Einstufung. Verwende für deine Planung nicht einfach die Annahme „Ich wohne jetzt in St.Gallen, also gilt für mich der niedrigere Betrag“. Ebenso solltest du bei besonderen persönlichen Umständen keine Einstufung allein aus einem kurzen Blogtext ableiten.
Wenn die Kategorie unklar ist, frage mit konkreten Angaben bei der Universität nach und halte die Antwort bei deinen Unterlagen fest. Plane bis zur Klärung mit einer sichtbar gekennzeichneten Annahme. So erkennst du, welcher Teil deines Budgets bestätigt ist und welcher sich noch verändern kann.
Für den Vergleich verschiedener Szenarien kannst du beide Gebührensätze nebeneinanderstellen. Verwechsle diese Rechenmöglichkeit aber nicht mit einem Wahlrecht zwischen den Kategorien. Die gültige Einstufung ergibt sich nicht aus dem günstigeren Budget.
Lebenshaltungskosten als einzelne Positionen erfassen
Beginne mit Wohnen, Lebensmitteln, Gesundheit, Mobilität und Kommunikation. Ergänze Lernmaterialien, persönliche Ausgaben und eine Reserve. Prüfe bei jeder Zahl, was bereits enthalten ist. Eine Miete mit bestimmten Nebenkosten darf nicht mit einer zweiten vollständigen Nebenkostenposition doppelt gezählt werden.
Die HSG veröffentlicht eine Lebenshaltungstabelle mit einem Gesamtwert von CHF 2.175 pro Monat und verweist dabei auf die Studierendenbefragung SSEE 2024 des Bundesamts für Statistik. Das ist ein Orientierungswert, keine Zusage für deinen persönlichen Bedarf. Auf derselben Seite steht eine allgemeine Jahresorientierung von CHF 25.000 bis 30.000. Rechne deshalb die einzelnen Positionen und deinen Gebührensatz selbst zusammen, statt unterschiedliche Gesamtangaben ungeprüft gleichzusetzen.
Eine persönliche Wohnung, häufige Heimreisen oder besondere Ausgaben können deinen Bedarf verändern. Umgekehrt können bereits vorhandene Ausstattung oder geteilte Haushaltskosten einzelne Positionen beeinflussen. Ersetze Schätzungen nach und nach durch konkrete Angebote oder tatsächliche Ausgaben.
Ein eigenes Beispielbudget vollständig durchrechnen
Das folgende Beispiel wurde von unserer Redaktion erstellt. Es ist weder eine offizielle HSG-Budgetempfehlung noch eine Aussage über aktuelle Mietangebote oder Versicherungsprämien. Sämtliche Lebenshaltungsbeträge sind frei gewählte Modellannahmen, die du durch deine eigenen Zahlen ersetzen musst.
| Laufende Position | Monatliche Modellannahme |
|---|---|
| Wohnen einschließlich angenommener Nebenkosten | CHF 780 |
| Lebensmittel | CHF 360 |
| Gesundheit und Versicherungen als Budgetansatz | CHF 200 |
| Mobilität | CHF 80 |
| Kommunikation | CHF 50 |
| Lernmaterialien | CHF 80 |
| Persönliche Ausgaben und Freizeit | CHF 150 |
| Rücklage für unregelmäßige Ausgaben | CHF 200 |
| Summe Lebenshaltung | CHF 1.900 |
Die Addition ergibt 780 + 360 + 200 + 80 + 50 + 80 + 150 + 200 = 1.900. Für zwölf Monate sind das CHF 22.800. Für die im Beispiel angenommene Ausländerkategorie kommen zweimal CHF 3.343,50 hinzu, also CHF 6.687 pro Studienjahr. Daraus ergibt sich ein Modellgesamtbetrag von CHF 29.487 vor einmaligen Startkosten.
Wenn zusätzlich CHF 1.500 für frei angenommene Startkosten und CHF 268 Anmeldegebühr anfallen, steigt das Modellbudget des ersten Jahres auf CHF 31.255. Die Rechnung lautet 22.800 + 6.687 + 1.500 + 268 = 31.255.
Mit diesem Beispiel zeigen wir dir die Rechenmethode, kein Sparziel. Der Lebenshaltungsansatz liegt unter dem veröffentlichten HSG-Orientierungswert und ist deshalb nicht automatisch realistisch. Unsere Empfehlung: Ersetze zuerst die großen Positionen durch konkrete Zahlen für deine Situation. Jede veränderte Annahme muss anschließend auch im Gesamtbetrag ankommen.
Monatsbudget und Zahlungstermine getrennt betrachten
Für eine monatliche Rücklage kannst du die jährlichen Semestergebühren durch zwölf teilen. Im Beispiel ergeben CHF 6.687 / 12 = CHF 557,25. Zusammen mit der modellhaften Lebenshaltung wären rechnerisch CHF 2.457,25 pro Monat zurückzulegen beziehungsweise zu finanzieren.
Tatsächlich wird die Semesterrechnung jedoch nicht automatisch in zwölf gleich großen Monatsbeträgen fällig. Deshalb brauchst du neben dem Budget einen Zahlungsplan. Die HSG erläutert, dass die rechtzeitige Bezahlung der Semesterrechnung für die anschließende Kurswahl wichtig ist.
Trage die tatsächlichen Rechnungsfristen ein. Prüfe anschließend, ob zu diesem Zeitpunkt genügend liquide Mittel vorhanden sind. Ein rechnerisch ausgeglichenes Jahr hilft wenig, wenn ein größerer Betrag zu Beginn fällig ist und deine Einnahmen erst später eingehen.
Einmalige Ausgaben sichtbar machen
Erstelle eine gesonderte Startliste. Denkbar sind Umzug, Reise, notwendige Ausstattung oder eine Mietkaution. Verwende konkrete Angebote, sobald sie vorliegen. Eine erst später möglicherweise rückzahlbare Kaution belastet zunächst deine verfügbaren Mittel, auch wenn sie keine laufende Konsumausgabe ist.
Trenne daher „endgültige Ausgabe“ und „gebundenes Geld“. In einem Jahreskostenvergleich kann diese Unterscheidung wichtig sein. Für den Kontostand zu Studienbeginn sind beide relevant.
Prüfe außerdem, welche Anschaffung wirklich vor dem ersten Studientag benötigt wird. Bereits vorhandene funktionierende Ausstattung muss nicht allein wegen des Studienstarts ersetzt werden. Andererseits sollten notwendige technische Anforderungen rechtzeitig bekannt sein. Richte dich dabei nach den offiziellen Angaben zu deinen Veranstaltungen und Prüfungen.
Einnahmen nach Verlässlichkeit sortieren
Stelle den Ausgaben deine verfügbaren Mittel gegenüber. Unterscheide bestätigte regelmäßige Unterstützung, vorhandene Rücklagen, verbindlich vereinbarte Erwerbseinkünfte und noch offene Förderanträge. Ein beantragtes Stipendium ist noch keine bewilligte Zahlung.
Führe für jede Einnahme den Betrag, den erwarteten Zeitpunkt und den Bestätigungsstand auf. Wenn ein Teil erst später verfügbar sein wird, kennzeichne die Zwischenfinanzierung. Das verhindert, dass dieselbe Rücklage gleichzeitig für mehrere größere Zahlungen verplant wird.
Bei einem Nebenjob gehört außerdem der zeitliche Aufwand in die Studienplanung. Die Frage ist nicht nur, ob ein rechnerischer Verdienst eine Lücke schließt, sondern ob die benötigten Arbeitszeiten tatsächlich mit deinem Semester vereinbar sind. Arbeits- und aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen musst du für deine persönliche Situation gesondert bei den zuständigen Stellen prüfen.
Offizielle Finanzierungsmöglichkeiten nutzen
Die Fachstelle für Studienfinanzierung informiert über unterschiedliche Möglichkeiten. Die HSG beschreibt auf ihrer Seite zu Darlehen und Stipendien unter anderem einen Darlehens- und Stipendienfonds. Leistungen daraus werden in der Regel frühestens ab dem zweiten regulären Studiensemester ausgerichtet. Eine Förderung darf daher nicht ohne Prüfung als sichere Finanzierung des Studienstarts eingeplant werden.
Prüfe für jedes Förderangebot Zielgruppe, Voraussetzungen, Fristen, Unterlagen und Rückzahlungspflichten. Ein Stipendium und ein Darlehen sind finanziell unterschiedliche Instrumente. Ob du für ein bestimmtes Angebot infrage kommst, kann von persönlichen und familiären Umständen abhängen.
Die HSG-FAQ weisen außerdem auf Beratung bei Problemen mit einer fristgerechten Semesterzahlung hin. Wenn sich eine Lücke abzeichnet, wende dich rechtzeitig an die zuständige Stelle, statt eine Rechnung kommentarlos liegen zu lassen. Eine mögliche Unterstützung oder Stundung ist eine individuelle Klärung, keine automatische Zusage.
Ein Budget mit drei Szenarien prüfen
Erstelle neben deinem normalen Plan ein günstigeres und ein teureres Szenario. Verändere dabei konkrete Annahmen statt pauschal irgendeinen Prozentsatz aufzuschlagen. Beispielsweise kannst du unterschiedliche tatsächlich angebotene Mieten oder eine zusätzliche Heimreise einsetzen.
Im eigenen Modell würde eine monatlich um CHF 120 höhere Miete den Jahresbedarf um CHF 1.440 erhöhen. Das ist eine einfache, aber aufschlussreiche Rechnung: 120 × 12. Eine scheinbar kleine laufende Veränderung kann wichtiger sein als eine einmalige günstigere Anschaffung.
Notiere anschließend, welche Positionen du beeinflussen kannst und welche bereits vertraglich oder administrativ feststehen. So erkennst du, wo ein Vergleich sinnvoll ist und wo du eher die Finanzierung absichern musst.
Eine Reserve nicht zweimal verplanen
Prüfe bei deinem Kontostand, welche Beträge bereits für eine bestimmte Zahlung vorgesehen sind. Wenn beispielsweise ein Teil für die nächste Semesterrechnung zurückgelegt wurde, steht dieser Betrag nicht zugleich frei für einen Umzug zur Verfügung. Eine einfache Unterteilung in laufendes Budget, gebundene Mittel und freie Reserve macht das sichtbar.
Bei unregelmäßigen Einnahmen ist zusätzlich der Zeitpunkt wichtig. Trage für jeden Monat Anfangsbestand, erwartete Einzahlungen und fällige Auszahlungen ein. Der Endbestand eines Monats wird zum Anfangsbestand des nächsten. Diese einfache Fortschreibung zeigt eine zeitweise Lücke, die in einem ausgeglichenen Jahresbudget verborgen bleiben kann. Verwende dabei bestätigte Zahlungen und kennzeichne unsichere Einnahmen separat.
Nach den ersten Wochen mit tatsächlichen Zahlen weiterarbeiten
Vergleiche dein geplantes Budget mit den realen Ausgaben. Ordne Abweichungen nach Ursache: War eine Annahme falsch, ist eine einmalige Ausgabe angefallen oder hat sich dein Alltag verändert? Passe anschließend die folgenden Monate an.
Du brauchst dafür keine perfekte Kategorisierung jedes kleinen Betrags. Entscheidend sind die größeren Positionen, regelmäßige Verpflichtungen und die nächste größere Zahlung. Halte die Herkunft deiner Zahlen sichtbar und aktualisiere Gebühren bei einem neuen Semester anhand der offiziellen Informationen.
Für die administrativen Schritte nach der Zulassung hilft unser Beitrag Immatrikulation und Compass. Das Assessmentjahr im Überblick ordnet die Studienphase ein, für die du dieses Budget aufstellst.
Falls du noch vor dem Zulassungstest stehst und zusätzlich Vorbereitungsmaterialien kaufen möchtest, führe diese freiwilligen Ausgaben als eigene Position in deinem Budget. So bleiben sie von Hochschulgebühren und laufenden Studienkosten getrennt.
Mit unseren Ratgebern geben wir dir Orientierung für den Weg von der Bewerbung ins Studium. Unsere Vorbereitungsangebote für den HSG-Zulassungstest richten sich an Bewerbende vor dem Auswahlverfahren; sie sind kein Vorbereitungskurs auf Prüfungen im Assessmentjahr.



