Im HSG-Assessmentjahr legst du die fachliche Grundlage für deinen weiteren Studienweg. Für den Einstieg ab Herbst 2026 trennen wir bei Zulassungscoach drei Entscheidungen: die Studienrichtung, den Sprachtrack und den späteren Bachelor-Major. Sie hängen zusammen, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Wir zeigen dir deshalb zuerst die gemeinsame Grundlage und anschließend die Unterschiede. So kannst du deine Wahl an den tatsächlichen Arbeitsformen ausrichten, statt dich vorschnell auf eine vermeintlich endgültige Spezialisierung festzulegen.
Dieser Beitrag behandelt das Assessmentjahr in Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft und International Affairs. Für Informatik besteht ein eigenes Assessmentjahr. Die HSG stellt diese Unterscheidung ausdrücklich auf der offiziellen Assessment-Übersicht dar. Prüfungsrechtliche Einzelheiten richten sich nach deiner geltenden Ordnung und gegebenenfalls Übergangsbestimmungen.
Die Neuordnung ab Herbst 2026 einordnen
Die HSG erweitert das Assessmentjahr ab Herbstsemester 2026 um International Affairs und nimmt Politikwissenschaft in die gemeinsame fachliche Grundlage auf. Wer ältere Broschüren, Zusammenfassungen oder Erfahrungsberichte nutzt, muss deshalb ihren Jahrgang prüfen. Die Änderung wird in den aktuellen Assessment-FAQ erläutert.
Das ist für deine Recherche eine einfache, aber wichtige Regel: Ein Beitrag über die Erfahrungen eines früheren Jahrgangs kann interessant sein, ohne eine zuverlässige Beschreibung deines Curriculums zu liefern. Notiere bei jeder Unterlage die Studienordnung, das Semester und die betreffende Richtung. Wenn diese Angaben fehlen, verwende sie zunächst als allgemeine Lernhilfe und nicht als verbindlichen Studienplan.
Die HSG verlinkt auf der Reglementseite die Studienordnung O26 einschließlich Übergangsbestimmungen. Bereits eingeschriebene Studierende und Wiederholende sollten ihre Zuordnung gesondert prüfen. Eine neue Websitebeschreibung beantwortet nicht automatisch, welche früheren Leistungen in einem individuellen Übergangsfall wie behandelt werden.
Was alle drei Richtungen gemeinsam haben
Die gemeinsame fachliche Grundlage umfasst BWL A/B, VWL A/B, Rechtswissenschaft I A/B und Politikwissenschaft A. Hinzu kommen richtungsspezifische Pflichtwahlfächer, das Kontextstudium und der Buchhaltungsnachweis. Die folgende Matrix fasst die veröffentlichte Struktur zusammen; sie ersetzt weder einzelne Kursmerkblätter noch eine vollständige Studienordnung.
| Bereich | Wirtschaftswissenschaften | Rechtswissenschaft | International Affairs |
|---|---|---|---|
| Gemeinsame Kernfächer | BWL, VWL, Rechtswissenschaft I, Politikwissenschaft A | Gleiche gemeinsame Grundlage | Gleiche gemeinsame Grundlage |
| Richtungsfach im Herbst | Mathematik mit Statistik A | Rechtswissenschaft II A | Mathematik mit Statistik A |
| Richtungsfach im Frühjahr | Mathematik mit Statistik B | Rechtswissenschaft II B | Politikwissenschaft B |
| Kontextstudium | Bestandteil des Studiums | Bestandteil des Studiums | Bestandteil des Studiums |
| Buchhaltungsnachweis | Separat einplanen | Separat einplanen | Separat einplanen |
Das Wort „Pflichtwahl“ bedeutet dabei nicht, dass du beliebige zusätzliche Veranstaltungen auswählen kannst. Die Auswahl steht in Beziehung zur Studienrichtung. Prüfe deshalb zuerst die Anforderungen deiner Richtung und anschließend die konkreten Kursangebote. Sonst kann ein individuell interessant wirkender Stundenplan an den formalen Vorgaben vorbeigehen.
Die vier fachlichen Perspektiven verstehen
Mit der folgenden Einordnung machen wir die Fächernamen greifbar: Welche Fragen würdest du dort bearbeiten, und wie unterscheidet sich der jeweilige Blick auf ein Problem? Unsere Beispiele dienen dem Verständnis. Sie bilden keine konkreten HSG-Prüfungsaufgaben und keinen vollständigen Lehrplan ab.
Betriebswirtschaft: Entscheidungen innerhalb einer Organisation
Eine betriebswirtschaftliche Frage betrachtet beispielsweise, wie ein Unternehmen ein Angebot organisiert, Ressourcen einsetzt oder mit seiner Umwelt zusammenwirkt. Du fragst nicht nur, ob eine Idee attraktiv klingt, sondern auch, welche Voraussetzungen ihre Umsetzung braucht und welche Folgen eine Entscheidung hat.
Für die Vorbereitung kannst du an einem einfachen Beispiel üben: Ein kleiner Veranstalter plant einen zusätzlichen Termin. Welche Informationen braucht er? Denkbar sind Nachfrage, Kapazität, Kosten und organisatorische Grenzen. Schon diese Liste macht sichtbar, dass eine Entscheidung mehrere Bereiche berührt.
Halte beim Lernen fest, welche Begriffe eine analytische Funktion haben. Eine bloße Sammlung von Managementwörtern hilft wenig, wenn du sie in einem Fall nicht voneinander unterscheiden kannst. Versuche zu jedem zentralen Konzept ein eigenes Beispiel und eine Grenze zu formulieren.
Volkswirtschaft: Anreize und Zusammenhänge erklären
Eine volkswirtschaftliche Perspektive untersucht etwa, wie Menschen und Unternehmen auf Anreize reagieren oder wie Veränderungen zusammenwirken. Ein Modell vereinfacht die Wirklichkeit, um einen bestimmten Mechanismus sichtbar zu machen. Die Annahmen gehören deshalb zur Aussage des Modells.
Beim Lernen solltest du zwischen Beschreibung und Bewertung unterscheiden. „Eine Veränderung führt unter diesen Annahmen zu diesem Ergebnis“ ist eine andere Aussage als „Dieses Ergebnis ist wünschenswert“. Wenn du beide Ebenen vermischst, wird eine Diskussion schnell unklar.
Eine gute Übung besteht darin, nach einer Modellrechnung zu fragen: Was wurde konstant gehalten? Welche Variable verändert sich? Würde der Schluss auch gelten, wenn eine wichtige Annahme entfiele? Solche Fragen helfen dir, Diagramme und Formeln in Worte zu übersetzen.
Rechtswissenschaft: Voraussetzungen und Folgen prüfen
Juristisches Arbeiten verlangt, eine Frage anhand einschlägiger Regeln und des konkreten Sachverhalts zu bearbeiten. Eine persönliche Vorstellung davon, was fair wirkt, ersetzt diese Prüfung nicht. Für deinen Einstieg ist daher die genaue Unterscheidung zwischen Sachverhalt, Regel und Anwendung hilfreich.
Nimm eine neutrale Alltagssituation: Zwei Personen sind sich uneinig, was sie miteinander vereinbart haben. Bevor du eine rechtliche Folge behauptest, müsstest du klären, welche Tatsachen feststehen und welche Regeln einschlägig sind. Das Beispiel dient nur dazu, die Arbeitsweise zu verdeutlichen; es ist keine Rechtsberatung.
Achte bei Materialien besonders auf die Rechtsordnung. Ein deutschsprachiger Text behandelt nicht automatisch schweizerisches Recht. Eine passende Sprache allein macht ein Lehrbuch noch nicht zur passenden Studiengrundlage.
Politikwissenschaft: Strukturen, Prozesse und Entscheidungen
Eine politikwissenschaftliche Betrachtung fragt beispielsweise, welche Akteure an einer Entscheidung beteiligt sind, welche Institutionen sie beeinflussen und wie sich ein Prozess untersuchen lässt. Eine politische Meinung und eine wissenschaftliche Analyse sind dabei unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung.
Du kannst zur Vorbereitung einen öffentlichen Konflikt auswählen und zunächst nur ordnen: Welche Akteure gibt es? Welche Interessen sind ausdrücklich belegt? Welche Entscheidungsregeln gelten? Welche Informationen fehlen? Diese Trennung verhindert, dass Vermutungen als Tatsachen in die Analyse eingehen.
Die Verbindung mit Wirtschaft und Recht wird sichtbar, wenn du dieselbe Entscheidung aus mehreren Perspektiven betrachtest. Ein wirtschaftlicher Anreiz, eine rechtliche Zuständigkeit und ein politischer Entscheidungsprozess können gleichzeitig relevant sein, ohne dass eine Perspektive die anderen ersetzt.
Welche Richtung passt zu deiner Arbeitsweise?
Bei der Richtungswahl hilft es, Interessen an konkrete Tätigkeiten zu binden. „Ich interessiere mich für Wirtschaft“ ist ein sinnvoller Anfang, aber noch sehr breit. Arbeitest du gerne mit quantitativen Modellen? Möchtest du rechtliche Fälle genauer prüfen? Reizt dich die Analyse politischer Institutionen und internationaler Zusammenhänge?
Bewerte diese Fragen anhand eigener Erfahrungen. Welche Aufgaben haben dich in der Schule tatsächlich beschäftigt, auch wenn sie anspruchsvoll waren? Wo hast du nach einer Lösung noch eine weitere Frage gestellt? Welche Art von Unklarheit möchtest du eher verstehen, statt sie möglichst schnell zu umgehen?
Eine Entscheidung nur nach dem vermuteten einfachsten Weg ist empfindlich. Sie beruht oft auf Aussagen anderer Personen, deren Stärken, Vorwissen und Jahrgang du nicht kennst. Für deine eigene Wahl ist aussagekräftiger, welche Arbeitsform du regelmäßig und sorgfältig ausüben möchtest.
Eine persönliche Vergleichsmatrix
Die folgende Vorlage ist kein Eignungstest. Sie strukturiert deine Überlegungen. Trage pro Zeile eine konkrete Beobachtung ein, bevor du eine Bewertung vergibst.
| Frage | Beobachtung aus meiner Erfahrung | Konsequenz für die weitere Recherche |
|---|---|---|
| Wie arbeite ich mit mathematischen Modellen? | Beispiel einer gelösten oder schwierigen Aufgabe | Vorkurs oder Kursbeschreibung prüfen |
| Wie gehe ich mit umfangreichen Texten um? | Beispiel einer eigenen Analyse | Lese- und Schreibanforderungen vergleichen |
| Interessieren mich rechtliche Begründungen? | Konkrete Fragestellung | Inhalte der Rechtsrichtung genauer lesen |
| Möchte ich politische Systeme untersuchen? | Thema und eigene Anschlussfrage | IA-Curriculum ansehen |
| Welche Studienziele sind noch unklar? | Zwei realistische Optionen | Beratung mit gezielten Fragen vorbereiten |
Lass eine offene Frage stehen, wenn dir die Erfahrung fehlt. Eine ehrlich benannte Lücke ist hilfreicher als eine scheinbar präzise Bewertung ohne Grundlage.
Deutsch oder Englisch: die Anforderungen praktisch prüfen
Die offizielle Übersicht sieht Deutsch für alle drei Richtungen vor; Wirtschaftswissenschaften und International Affairs sind auch auf Englisch möglich. Die HSG empfiehlt für die gewählte Unterrichtssprache ein Niveau von mindestens C1. Eine Empfehlung zum sprachlichen Können ist nicht dasselbe wie eine pauschale Pflicht, ein bestimmtes Zertifikat einzureichen.
Prüfe deine Entscheidung anhand der Tätigkeiten, die im Studium auf dich zukommen: fachliche Texte lesen, eine Argumentation verstehen, Fragen stellen und unter Zeitbedingungen formulieren. Im Alltag flüssig zu sprechen ist nützlich, sagt aber noch nicht alles über den Umgang mit Fachsprache.
Ein eigener Vergleich kann so aussehen: Wähle zwei ähnlich anspruchsvolle kurze Fachtexte zum selben Bereich, einen auf Deutsch und einen auf Englisch. Fasse jeden in eigenen Worten zusammen. Erkläre anschließend mündlich die Hauptaussage und eine offene Frage. Notiere, wo Verständnis und Ausdruck deutlich mehr Aufwand verlangen. Das Ergebnis ist keine offizielle Einstufung, zeigt aber, welche Aspekte du vor einer Entscheidung genauer prüfen solltest.
Trenne außerdem drei Dinge: Unterrichtssprache, deine schulische Sprachbiografie und den Fremdsprachennachweis im Kontextstudium. Diese Begriffe können sich überschneiden, sind jedoch nicht austauschbar. Unsere Übersicht zum Kontextstudium erklärt die organisatorische Bedeutung der Sprachleistungen.
Richtungswahl und späterer Major bleiben verschiedene Schritte
Das Assessmentjahr bietet eine fachliche Grundlage und Orientierung. Welche Voraussetzungen beim späteren Übergang gelten, musst du für den gewünschten Major prüfen. Die HSG weist auf mögliche Auflagen bei einem Wechsel hin und behandelt Informatik gesondert. Verlasse dich daher weder auf „Die erste Wahl ist endgültig“ noch auf „Später kann ich ohne weitere Voraussetzungen alles wechseln“.
Wir empfehlen dir für die Planung ein zweistufiges Vorgehen. Zunächst wählst du eine passende Richtung für das erste Jahr. Parallel sammelst du Informationen zu zwei oder drei späteren Majors. Sobald sich dein Interesse konkretisiert, prüfst du deren aktuelle Voraussetzungen und fehlende Leistungen. So bleibt die Orientierung offen, ohne notwendige Bedingungen zu übersehen.
Unser Beitrag Nach dem Assessmentjahr: Bachelor-Major wählen bietet dafür eine ausführlichere Entscheidungshilfe. Er ersetzt keine individuelle Anerkennungsentscheidung der Universität.
Ein gemeinsamer Fall aus vier Blickwinkeln
Ein eigenes fiktives Beispiel zeigt, warum die Fächer nebeneinander sinnvoll sind: Eine Stadt und ein privater Betreiber überlegen, eine zusätzliche Buslinie zu einem Hochschulstandort einzurichten. Es gibt keine echte Datengrundlage zu diesem Beispiel; es dient ausschließlich dazu, unterschiedliche Fragen zu ordnen.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht könnte der Betreiber untersuchen, welche Fahrzeuge, Mitarbeitenden und Abläufe benötigt werden. Eine entscheidende Frage wäre, wie sich ein verlässliches Angebot mit den vorhandenen Ressourcen organisieren lässt. Dafür wären zunächst Daten zu Nachfrage, Kapazitäten und Kosten nötig.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht könnten Anreize und Wirkungen interessieren. Wie verändert ein zusätzliches Angebot die Entscheidungen der Nutzenden? Welche Folgen entstehen für andere Verkehrsangebote? Ein Modell müsste seine Annahmen offenlegen; aus dem bloßen Wunsch nach einer Buslinie folgt noch keine bestimmte gesamtwirtschaftliche Wirkung.
Aus rechtlicher Sicht wären Zuständigkeiten, Verträge und einschlägige Vorgaben zu prüfen. Bevor eine Rechtsfolge behauptet wird, müssten die konkrete Rechtsordnung und der tatsächliche Sachverhalt feststehen. Eine wirtschaftlich attraktive Lösung ist nicht allein deshalb rechtlich zulässig.
Aus politikwissenschaftlicher Sicht ließe sich untersuchen, wie die Entscheidung zustande kommt. Welche Akteure bringen Interessen ein? Welche Institution entscheidet? Wie werden unterschiedliche Anliegen gewichtet? Eine Analyse müsste beobachtbare Verfahren und belegbare Aussagen von Vermutungen über Motive unterscheiden.
Keine dieser Perspektiven liefert für sich allein sämtliche Antworten. Du kannst an diesem Beispiel prüfen, welche Fragen dich besonders beschäftigen und welche zusätzliche Methode du gerne kennenlernen würdest. Dabei geht es nicht darum, eine perfekte Entscheidung über eine Buslinie zu treffen. Du beobachtest, welche Art von wissenschaftlicher Arbeit dein Interesse weckt.
Bei einer noch offenen Richtungswahl gezielt Informationen sammeln
Wenn du zwischen zwei Richtungen schwankst, definiere einen begrenzten Rechercheauftrag. Lies die aktuellen Beschreibungen der richtungsspezifischen Fächer und notiere zu jeder drei Punkte: Gegenstand, Arbeitsweise und vorausgesetzte Kenntnisse. Ergänze anschließend deine eigenen Fragen. So wird aus allgemeiner Unsicherheit eine Liste bearbeitbarer Informationslücken.
Ein Beispiel: Du möchtest International Affairs genauer prüfen, bist aber unsicher, welche Rolle quantitative Arbeit spielt. Statt ausschließlich nach Erfahrungsurteilen zu suchen, schaust du in der obigen Matrix nach dem mathematischen Herbstfach und liest dessen aktuelle Beschreibung. Anschließend vergleichst du das Frühjahrsfach mit der wirtschaftswissenschaftlichen Alternative. Damit vermeidest du eine Entscheidung auf Grundlage des falschen Gegensatzes „Politik oder Mathematik“.
Bei Rechtswissenschaft kannst du entsprechend prüfen, wie dir das genaue Lesen von Sachverhalten und die schrittweise Begründung einer Folge liegt. Dafür genügt zunächst eine kleine geeignete Einführungsaufgabe. Entscheidend ist deine Bereitschaft, die Arbeitsweise zu lernen; ein erster Versuch muss nicht fehlerfrei sein.
Begrenze deine Recherche zeitlich und halte danach den Stand fest. Wenn du nach mehreren Quellen dieselbe Frage noch nicht beantworten kannst, ist eine konkrete Beratung sinnvoller als die nächste unspezifische Suche. Nenne dabei, welche offiziellen Unterlagen du bereits gelesen hast und welche Verbindung dir noch unklar ist.
Den Studienplan in deinen Alltag übersetzen
Erstelle zu Beginn eine Liste sämtlicher geforderter Leistungen. Ordne jede Leistung einem Semester, einem Bereich und einer Arbeitsform zu. Ergänze die verantwortliche Informationsquelle. Dadurch wird sichtbar, wo du regelmäßig rechnen, lesen, sprechen oder an einem längeren Projekt arbeiten musst.
Plane anschließend nach Abhängigkeiten. Ein sprachlicher Leistungsnachweis braucht kontinuierliche Vorbereitung. Eine Gruppenarbeit verlangt gemeinsame Termine. Ein mathematisches Thema kann auf Grundbegriffen aufbauen, die zuvor sicher sein sollten. Ein Stundenplan mit Veranstaltungen allein zeigt diese Zusammenhänge noch nicht.
Prüfe deinen Plan nach den ersten Wochen erneut. Welche Annahmen waren realistisch? Für welches Fach brauchst du mehr Nachbereitung? Welche Aufgabe wurde bisher unterschätzt? Eine Anpassung ist kein Zeichen einer schlechten Entscheidung, sondern eine Reaktion auf bessere Informationen.
Fragen, die du zur Beratung mitbringen kannst
Bereite eine Beratung mit einer konkreten Ausgangslage vor: Studienbeginn, zugeordnete Ordnung, gewählte Richtung, Sprachtrack und mögliche spätere Majors. Nenne anschließend die Entscheidung, bei der du Unterstützung brauchst.
Hilfreiche Fragen sind beispielsweise: „Welche zusätzlichen Leistungen wären bei meinem gewünschten Wechsel erforderlich?“ oder „Welche Übergangsregel gilt für meine bereits erbrachte Leistung?“ Weniger hilfreich ist die Suche nach einer allgemeinen Rangfolge der Richtungen. Die passende Antwort hängt von Voraussetzungen und Studienzielen ab.
Behalte die Ergebnisse schriftlich bei deinen Studienunterlagen. Wenn eine spätere Entscheidung davon abhängt, kannst du nachvollziehen, auf welche Information du dich gestützt hast. Für eine vollständige Arbeitsstruktur kannst du die Matrix dieses Beitrags mit unserem Semesterplan verbinden.
Überprüfe deine Übersicht nach jeder bestätigten Änderung. Wenn sich Richtung oder Kurszuordnung ändern, sollten Kalender, Lernmaterialien und offene Fragen denselben Stand zeigen. Eine alte Tabelle parallel zu neuen Mitteilungen kann sonst trotz sorgfältiger Recherche wieder zu Verwechslungen führen.
Mit unseren Ratgebern geben wir dir Orientierung für den Weg von der Bewerbung ins Studium. Unsere Vorbereitungsangebote für den HSG-Zulassungstest richten sich an Bewerbende vor dem Auswahlverfahren; sie sind kein Vorbereitungskurs auf Prüfungen im Assessmentjahr.



